Projekt: Generationen vernetzen

Mit der Abschlussveranstaltung ging für die 5p-Klasse ein besonderes Projekt zu Ende. Seit Beginn des zweiten Semesters hatten die Schüler*innen im Rahmen von „Generationen vernetzen“ die Möglichkeit, ältere Menschen bei Fragen rund um digitale Medien zu unterstützen und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Ziel des Projekts war es, die digitale Kompetenz in Gesundheits- und anderen Fragen von Seniorinnen und Senioren zu stärken. Dazu ließen sich die Schüler*innen von Trainerinnen der Organisation Logo Jugendmanagement zu DigiGuides ausbilden.

Das Angebot von Logo Jugenmanagement umfasste auch das Sammeln sogenannter Points – Gutschriften in Form von Punkten, die in vielen Grazer Betrieben für Waren oder Dienstleistungen eingetauscht werden können.

Über mehrere Wochen traten die Schüler*innen in Kontakt mit älteren Mitmenschen – hauptsächlich über den Besuch von Seniorenheimen. Dort wurden nicht nur durch Digi-Sprechstunden Points gesammelt. Auch durch die gemeinsam verbrachte Zeit mit „ihren“ Klient*innen konnten die Schüler*innen ihr Points-Guthaben aufstocken und erfahren, dass gemeinsame Zeit für viele Menschen ein hohes Gut ist und sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt.

Wenn auch die Points die anfängliche Motivation für die Teilnahme am Projekt waren, kamen alsbald intrinsische Motive hinzu – viele Schüler*innen berichteten über gemeinsame Spielenachmittage mit Senior*innen, über neue Freundschaften und spannende Geschichten aus der individuellen Lebenserfahrung ihrer Klient*innen.

Parallel wurde im Projektmanagement-Unterricht an der Planung, Organisation und Durchführung der Abschlussveranstaltung gearbeitet. Die Klasse stellte dazu ein Projektteam zusammen, verteilte Rollen und Aufgaben, besuchte an Nachmittagen und Wochenenden verschiedene Veranstaltungen, um für das Projekt zu werben, und empfing schließlich am 17. Juni 2026 in freudiger Aufregung zehn Klient*innen in unserer Schule.

In zwei Sprechstunden wurden in Tandems Fragen zur Digitalität geklärt:

Wie öffne ich einen medizinischen Befund?

Wie schicke ich eine Mail an meinen Enkel?

Wie merke ich, ob Gesundheitsinformationen in die Kategorie „Fake“ gehören oder nicht?

Wie registriere ich mich bei einer App für kommunale Informationen?

Was ist der Unterschied zwischen einem Sticker und einem Emoji?

Diese und viele weitere Fragen der Senior*innen konnten von unseren Schüler*innen geklärt werden.

Umrahmt wurden die Sprechstunden von einer musikalischen Kostprobe von Schüler*innen aus dem Musikgymnasium, einem Gewinnspiel sowie einem kleinen Buffet. Die dabei gemachten Erfahrungen zeigen, dass Projektarbeit eine attraktive und lehrreiche Ergänzung zum regulären Schulbetrieb darstellt. Besonders stolz zeigten sich unsere Schüler*innen über den eigenen Lernerfolg und die Rückmeldungen der Klient*innen:

„Ich fand es wirklich interessant zu sehen, wie viel Planung hinter so einem Projekt liegt.“

„Außerdem habe ich gemerkt, dass kleine Hilfen einen großen Unterschied machen können.“

„Ich habe viel gelernt, da ich sonst nie so viel selbstständig organisieren muss.“

„Dabei habe ich gelernt, wie wichtig der Austausch zwischen Generationen ist.“

„Wir wurden von Lehrern gelobt, was sehr toll ist nach der langen Arbeit.“

„Eine Herausforderung war es, sich die Zeit einzuteilen und alle Aufgaben termingerecht zu erledigen.“

„Ich möchte lernen, freier zu sprechen und nicht so schüchtern zu sein.“

„Insgesamt hat mir das Projekt gezeigt, wie bereichernd der Kontakt zwischen jungen und älteren Menschen sein kann, weil man nicht nur neue Erfahrungen sammelt und interessante Gespräche führt, sondern auch lernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zusammenzuarbeiten und die Sichtweisen anderer Generationen besser zu verstehen.“

„Mir hat gefallen, dass ich anderen helfen konnte.“

„Bei meinem ersten Besuch in einem Seniorenheim war ich überfordert. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und habe mich immer wohler gefühlt.“

„Ich konnte viele wichtige Fähigkeiten für die Zukunft entwickeln.“

„Ich finde es so toll, wie man einfach neue Leute kennenlernt und diese viele weitere Kontakte zu anderen Menschen haben, die dir vielleicht helfen können.“

„Ich werde daraus lernen, dass wir uns die Aufgaben besser aufteilen.“

„Wir alle können stolz auf das sein, was wir erreicht haben.“

„Ich habe mit der Rosi [Klientin] Spaß gehabt und ihr Spotify gezeigt.“

„Abschließend kann ich sagen, dass das Projekt „Generationen vernetzen“ trotz einiger Schwierigkeiten eine wertvolle Erfahrung für mich war.“

Ein großes Dankeschön möchte wir unseren Klient*innen, der Administration, der Direktion und Logo Jugendmanagement für die Begleitung des Projekts aussprechen!

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